Hagoromo Ōtsutsuki

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Hagoromo Ōtsutsuki [1][2]

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Manga und Anime

Hagoromo Ōtsutsuki, besser bekannt als Rikudō Sennin (六道仙人, "Eremit der sechs Pfade"), ist eine legendäre, gottgleiche Gestalt und gilt als Begründer der Ninjawelt.

Aussehen

Hagoromo in jungen Jahren

Hagoromo ist ein großer und hellhäutiger Mann, der in hohem Alter tiefe Falten besaß. Er hat stacheliges, schulterlanges und hellrotes Haar. Auf der linken Seite trägt er einen Zopf. Weiterhin besitzt er einen Ziegenbart, der in seiner Jugend kurz und im Alter sehr lang geworden war. Auf der Stirn hat er zwei kurze Hörner, die er von seiner Mutter Kaguya erbte. Sein Augen sind Rinnegan und ihm fehlen Augenbrauen. In der Mitte seiner Stirn findet sich ein rotes Rinneganmuster, bei dem es sich anscheinend um ein Abbild des Rinne Sharingan seiner Mutter handelt. Auf der rechten Handfläche hat er einen hellen Kreis, welcher die Yang-Kraft der sechs Pfade repräsentiert, auf der linken einen dunklen Halbmond, der für die Yin-Kraft der sechs Pfade steht.

Er trägt einen weißen Mantel, der von der Brust bis zum Schulterbereich jeweils links und rechts drei, also insgesamt sechs Magatama aufweist. Auf dem Rücken des Mantels befinden sich ein Rinneganmuster und neun Tomoe, die in dreimal drei Reihen angeordnet sind. Um den Hals trägt er scheinbar eine Art Kette - ebenfalls mit mehreren Magatama.

Vergangenheit

Rikudō Sennin und die Bijū

Hagoromo Ōtsutsuki, Sohn der Prinzessin Kaguya Ōtsutsuki, wurde als erster Mensch mit Chakra im Körper geboren. Seine Mutter aß vor seiner Geburt von einer Frucht des Shinju, um die damaligen Kriege zu beenden. Als Kaguya realisierte, dass Hagoromo und sein jüngerer Bruder Hamura ebenfalls Chakra manipulieren konnten, wurde sie zornig, verband sich gemeinsam mit Shinju zum Jūbi und terrorisierte in dieser Form die Welt. Hagoromo und sein Bruder, die von Kaguyas Verbindung mit Shinju nichts ahnten, schafften es, diese Entität eigenhändig zu besiegen und mit einem mächtigen Fūinjutsu in Hagoromo zu versiegeln. So wurde er zum ersten Jinchūriki.

Laut Jiraiya war Hagoromo Ōtsutsuki ein Priester, der vor langer Zeit im Zeitalter der Kriege auftauchte. Er entschlüsselte das Konzept von Chakra und verbreitete sein Wissen und seine Ideale in der "Ninshū" (忍宗, "Shinobi-Sekte"), um der Welt Frieden zu bringen. Aus seinem Wissen gingen schließlich die heutigen Ninjutsu hervor. Sein Verlangen nach Frieden brachte Hagoromo den Spitznamen "Kono Yo no Kyūseishu" (この世の救世主, "Messias dieser Welt") ein.

Als sich das Leben von Hagoromo Ōtsutsuki seinem Ende näherte, wollte er um die Kraft des Jūbi in ihm wissend verhindern, dass es freikommt und erneut auf der Welt wütet. Daher spaltete er das Chakra in neun Teile und benutzte Banbutsu Sōzō, um ihnen Formen und Persönlichkeiten zu geben. Diese neun Chakren sind die Bijū. Er sprach mit ihnen, gab ihnen ihre Namen und sagte, dass sie eines Tages wieder vereint sein werden. Anschließend bannte er den leeren Körper des Jūbi mit Chibaku Tensei in einen Steinball am Himmel und erschuf so den Mond.[3] Diese Handlungen schrieb er auf einer steinernen Tafel nieder, die jedoch nur von Besitzern des Rinnegan komplett entziffert werden kann.[3]

Der Rikudō Sennin und seine beiden Söhne

Seinen Wunsch nach Frieden konnte der Sennin nie selbst erfüllen. Kurz vor seinem Tod holte er daher seine zwei Söhne zu sich. Der ältere der beiden Brüder, wurde mit den „Augen” des Rikudō Sennin, seinen Chakrakräften und seiner spirituellen Energie geboren und war der Ansicht, dass Kraft der Weg zum Frieden sei. Der jüngere Bruder wurde mit dem „Körper” des Rikudō Sennin, seiner Lebenskraft und körperlichen Energie geboren und war der Ansicht, dass Liebe der Weg zum Frieden sei. Letzteren ernannte Hagoromo schließlich zu seinem Nachfolger.

Der ältere Bruder, mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und von Neid geplagt, kämpfte mit seinem Bruder und begann so einen Krieg, der sich bis in die heutige Zeit zieht. Als Nachfahren des älteren Bruders kämpften zuletzt der Uchiha-Clan gegen die Nachfahren des jüngeren Bruders, dem Senju-Clan. Beide Clans sind bis zum Kampf von Madara und Hashirama verfeindet gewesen und keiner konnte den anderen besiegen. Am Ende hat der Rikudō Sennin doch Recht behalten, da ein Nachkomme des jüngeren Kriegers und somit des Senju-Clans der Ninjawelt zum Frieden verholfen hat.[4]

Dieser Kampf soll laut Tobi zwischen Naruto, der entfernt mit Hashirama Senju verwandt ist und Sasuke als Mitglied des Uchiha-Clans weiter geführt werden.[4]

Handlung

Vierter Ninjaweltkrieg

Hagoromo gemeinsam mit den verstorbenen Kage

Nachdem Naruto im Vierten Ninjaweltkrieg durch Obito gerettet wird, trifft dieser in dessen Gedanken auf Hagoromo, der Naruto über die Anfänge der Ninjawelt aufklärt. Auch erzählt er von seinen beiden Söhnen, Indora und Ashura und deren Kämpfe, die nach ihrem Ableben von ihren Nachfolgern weitergeführt wurde und sogar bis zum heutigen Tag andauern. Zudem sieht Hagoromo in Naruto die Reinkarnartion seines jüngeren Sohnes. Er übergibt Naruto und Sasuke ein Teil seiner Kräfte, welches ihnen ermöglicht sich mit Madara Uchiha zu messen. Später ruft er die verstorbenen Kage der vergangenen Generationen aus dem Jenseits und beschwört mit deren Hilfe, Naruto, Sasuke, Kakashi, Sakura, Madara und die neun Bijū in die reale Welt, nachdem seineMutter, in ihrer Dimension besiegt und versiegelt wurde.

Fähigkeiten und Jutsu

Hagoromo gilt als eine der mächtigsten Personen im Naruto-Universum und wird nur von seiner Mutter übertroffen. Zeuge seiner Fähigkeiten ist der Sieg über Jūbi, den er zusammen mit seinem Bruder Hamura erlangte. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten, die er auch dem Chakra des in ihm versiegelten Jūbi zu verdanken hatte, wurde Hagoromo vielfach als Gott angesehen. Weiterhin war er einer der ersten Menschen, die mit Chakra umgehen konnten. Hagoromos Kenntnisse, in Kombination mit seinem Kekkei Genkai, den Rinnegan, erlaubten ihm, den Vorläufer der Ninjutsu, Ninshū, zu entwickeln. Er konnte auf der ganzen Welt viele Anhänger gewinnen, die kamen, um von ihm zu lernen.

Chakra

Hagoromos Chakra war so mächtig, dass es sogar die Zeiten überdauern konnte. Daher konnte er auch Jahre nach seinem Tod die Entwicklung der Welt verfolgen und bestimmten Personen gegenübertreten.

Ninshū

Dank seiner Kraft und Weisheit, konnte Hagoromo die Shinobi-Sekte Ninshū entwickeln, welche ein friedliches Miteinander der Menschheit ohne Konflikte und Kriege zum Ziel hatte. Hierzu verteilte er Chakra unter seinen Jüngern, damit diese eine spirituelle Verbindung untereinander herstellen konnten. Die Menschen sollten so die Gefühle ihres Gegenübers verstehen können, ohne miteinander kommunizieren zu müssen. Nach seinem Tod verwendeten sie das Chakra jedoch, um einander zu bekämpfen, wobei die heute bekannten Ninjutsu entstanden.

Ninjutsu

Seishitsuhenka

Mithilfe seiner Rinnegan konnte Hagoromo als erste Person alle fünf Seishitsuhenka erlernen. Außerdem konnte er Onmyōton anwenden. Mit der spirituellen Energie von Inton konnte er seine Vorstellungen Gestalt annehmen lassen und ihnen anschließend mit der physischen Energie von Yōton Leben einhauchen. So konnte Hagoromo aus dem Chakra des Jūbi die neun Bijū erschaffen.

Fūinjutsu

Dank eines Fūinjutsu gelang es Hagoromo, Jūbi in seinem eigenen Körper zu versiegeln und so zum ersten Jinchūriki überhaupt zu werden. Sogar auf dem Sterbebett waren seine Fähigkeiten noch so groß, dass er Jūbis Körper mit Chibaku Tensei am Himmel versiegeln und dabei den Mond erschaffen konnte. Ferner ist er in der Lage, anderen Personen Teile seines Chakras auszuleihen, damit diese Zugriff auf sein Rikudō – Chibaku Tensei bekommen.

Dōjutsu

Rinnegan

Hagoromos Rinnegan waren eine abgewandelte Form des Rinne Sharingan – ein Dōjutsu, das seine Mutter besaß. Er ist der einzige Ninja, der jemals die komplette Kontrolle über diese Augen hatte. Selbst Nagato gab zu, dass seine Rinnegan-Fähigkeiten neben denen Hagoromos erbleichen. Mit seinen Rinnegan kann Hagoromo alle Fähigkeiten des Rikudō no Jutsu anwenden. Mit Gedō konnte er die Seelen Verstorbener aus dem Jōdo herbeirufen und Orochimarus Anwendung von Kuchiyose: Edo Tensei auflösen. Dadurch konnten die Seelen der Hokage ihre Gefäße verlassen und in den Jōdo zurückkehren.

Rikudō Senjutsu

Hagoromo kann auch die Rikudō Senjutsu verwenden. Dabei verstärkt er seine Fähigkeiten mit Senjutsu und erhält zudem die Möglichkeit, zu schweben und sich frei in der Luft zu bewegen.

Gudōdama

Hagoromo besitzt die Fähigkeit, Gudōdama zu bilden, welche aus den fünf Seishitsuhenka, Onmyōton und dem Rikudō no Sennin Chakura bestehen. Als er Naruto in seinem Unterbewusstsein begegnet, schweben neun Gudōdama unter ihm. Weiterhin trägt er einen zweiköpfigen, komplett schwarzen WP.png Shakujō, den er aus diesen Kugeln geformt hat. Der Shakujō hat an einem Ende einen Kreis mit sechs kleinen Ringen daran und am anderen Ende einen unvollständigen Kreis. Diese beiden Formen stehen jeweils für die Sonne und den Mond. Weiterhin konnte er aus Gudōdama das Nunoboko no Ken bilden, welches er angeblich benutzte, um die Welt zu formen.

Bukijutsu

Kenjutsu

Im Kampf gegen Jūbi trug Hagoromo ein Katana und einen Shakujō bei sich. Der Besitz des Katanas lässt die Vermutung zu, dass er Fähigkeiten in Kenjutsu besaß. Ungeklärt bleibt, ob es sich bei dem Shakujō, den er im zuvor erwähnten Kampf trug, um ein Objekt aus Gudōdama oder eine normale Waffe handelte. Es ist nämlich unbekannt, ob Hagoromo erst zu Jūbis Jinchūriki werden musste, um die Rikudō Senjutsu und folglich Gudōdama anwenden zu können.

Rikudō Sennin no Hōgu

Außerdem war Hagoromo der Besitzer von fünf außergewöhnlich starken Waffen, den Rikudō Sennin no Hōgu. Durch Kombination von Kōkinjō und Shichiseiken konnte er die WP.png Kotodama (言霊, "Wortseele") seines Gegners einfangen. Anschließend konnte er den Feind in den Benihisago ziehen und versiegeln. Mit Bashōsen konnte er Angriffe aller fünf Seishitsuhenka wirken. Der Kohaku no Jōhei erlaubte ihm, seine Gegner auf unkomplizierte Weise sofort zu versiegeln, was einen Vorteil gegenüber dem aufwendigen Versiegelungsritual des Benihisago darstellt. Sollte eine normaler Mensch die Rikudō Sennin no Hōgu benutzen, könnte er leicht an Erschöpfung sterben, da die fünf genannten Waffen für ihre Handhabung enorme Chakramengen benötigen. Hagoromo, mit seinem schier unerschöpflichen Chakra, muss sich wegen solch eines Umstandes jedoch keine Sorgen machen.

Trivia

  • Nach seinem Kampf gegen das Kyūbi benutzt Naruto ein Siegel, welches das Bijū an den Rikudō Sennin erinnert.[5]
  • Den Kingin Kyōdai wird von A eine Verwandtschaft zu Hagoromo nachgesagt, da sie vom Chakrafleisch des Kyūbi essen konnten, ohne zu sterben.

Hintergrund

Obwohl das japanische Wort für die Zahl 6 eigentlich ろく Roku ist, verwendete man früher auch りく Riku. Diese Schreibweise wurde wohl bewusst gewählt, um die Bedeutung dieses Charakters zu unterstreichen. 六道 Rokudō beschreibt im WP.png Buddhismus die sechs Welten, in denen Lebewesen mit schlechtem Karma wiedergeboren werden. Sein Vorname bedeutet, wenn als 羽衣 Hagoromo geschrieben, "Federkleid" und beschreibt sowohl die Federn der Vögel als auch die Kleider der Engel. Zudem ist der Name an die WP.png Taketori Monogatari angelehnt, in der die Prinzessin Kaguya in einem solchen Kleid zum Mond zurückkehrt.


Einzelnachweise
  1. Naruto: Die Schriften des Sha, Seite 182
  2. Naruto: Die Schriften des Jin, Seite 70
  3. 3,0 3,1 Naruto Manga 50: Kapitel 467
  4. 4,0 4,1 Naruto Manga 49: Kapitel 462
  5. Naruto Manga 53: Kapitel 499