Kuchiyose: Edo Tensei

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Kuchiyose: Edo Tensei[1]
Daten
Art: Ninjutsu
Spezielle Art: Kinjutsu
Jikūkan Ninjutsu
Tensei Ninjutsu
Seishitsuhenka: Keine vorhanden
Typ: Unterstützung
Rang: S
Reichweite: Nah
Fingerzeichen: Tora, Mi, Inu, Tatsu, zusammengeschlagene Handflächen
Anwender: Kabuto Yakushi
Orochimaru
Tobirama Senju
Ersterscheinung: Band 13
Kapitel 117
Episode 69

Kuchiyose: Edo Tensei (口寄せ・穢土転生, "Geisterbeschwörung: Unreines Land Wiedergeburt") ist ein von Tobirama Senju kreiertes Kinjutsu, mit dem verstorbene Seelen aus dem Jenseits an Leichen in dieser Welt gebunden und so wiedergeboren werden. Orochimaru perfektionierte dieses Jutsu später und auch Kabuto Yakushi kann es anwenden, jedoch nach eigener Aussage auf einem weitaus höheren Level.[2] Zudem birgt diese Variante des Kuchiyose no Jutsu laut Kabuto keine Risiken für den Anwender, weshalb es von ihm auch als die großartigste und stärkste Technik im Shinobi-Universum bezeichnet wird.[3] Laut Madara Uchiha wurde Edo Tensei entwickelt, um mit vernichtende Techniken wie dem Tengai Shinsei das Schlachtfeld zu verwüsten und Gegner zu töten, während die Beschworenen diese normalerweise selbstmörderischen Techniken dank ihrer Unsterblichkeit überstehen.[4]

Im deutschen Anime heißt diese Technik "Jutsu der Wiedergeburt aus schmutziger Erde".

Inhaltsverzeichnis

Details

Der Körper bildet sich

Anwendung

Um Edo Tensei anzuwenden, muss zunächst genug  DNS des Körpers der Seele vorhanden sein, weshalb sich Blut gut eignet. Weiterhin muss sich die Seele selbst im Reinen Land befinden und nicht woanders, beispielsweise bei dem Shinigami. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, muss der Anwender einen menschlichen Körper als Gefäß bereitstellen und das Blut und somit die DNS auf eine Schriftrolle schmieren. Diese legt er auf den Boden und lässt so einen Ritualbereich entstehen, in dessen Mitte sich das Gefäß befindet. Um das Gefäß legen sich nun Dreck und Staub, welche den Körper der Seele bilden. Dieser Vorgang ist äußerst schmerzhaft, wie bei und Torune zu sehen ist. Der Wiedergeborene wird anschließend in einem Sarg aufbewahrt, bis er zum Einsatz kommt.

Die Beschworenen

Wenn sie zum ersten Mal nach ihrer Wiedergeburt beschworen werden, erscheinen die Körper grau und teilweise verfallen. Zudem befinden sie sich in einer Art Schlaf, bis sie zum Einsatz kommen. Dann erhalten sie ihre Erinnerungen und Fähigkeiten zurück, wobei selbst Kekkei Genkai und andere Besonderheiten miteinbezogen werden. Einzig die zu Lebzeiten besessenen Waffen werden nicht mitbeschworen, Kunai und Shuriken hingegen schon. Außerdem werden etwaige körperliche Behinderungen und Schäden mitbeschworen, so sind Nagatos Haare nach seiner Beschwörung weiß und seine Beine unbrauchbar. Die Augen der Körper haben eine graue Sklera und ihre normale Augenfarbe, nach Übernahme der Kontrolle wird die Sklera schwarz und die Augenfarbe weiß.[5] Einzig bei Dōjutsu-Benutzern ändert sich nur die Farbe der Sklera. Die Beschworenen können jederzeit zurückgerufen werden. Dann erscheint um sie ein Sarg, dessen Deckel zuklappt und wieder verschwindet. Außerdem kann der Anwender durch die Beschworenen weitere Särge beschwören.

Desweiteren spüren die Beschworenen das Chakra des Anwenders in ihrem Körper und sollten sie sensorische Fähigkeiten besitzen, können sie es auch zurückverfolgen, selbst wenn der Anwender von einer Barriere umgeben ist.

Anders als zu Lebzeiten sind die Wiedergeborenen in der Lage, nahezu unendlich lange zu kämpfen. Während Krankheiten wie jene von Itachi und Kimimaro gar keinen Einfluss auf die Körper haben, sind die Wiedergeborenen trotz ihrer Unverwundbarkeit anfällig für Dinge, für die sie auch zu Lebzeiten anfällig waren. Dazu zählen beispielsweise die blutenden Augen als Nebenwirkung der Mangekyō Sharingan bei Itachi, das paralysierende Gift des Salamanders bei Hanzō und die Erschöpfung nach der Benutzung von Jōki Bōi bei dem Nidaime Mizukage.

Kontrolle

Kabutos Karte

Nach ihrer Beschwörung kann den Körpern ein Talisman, befestigt an einem Kunai, in ihr Gehirn eingesetzt werden. Ist dies geschehen, festigt sich der Körper und erhält seine normale Hautfarbe zurück. Es gibt verschiedene Arten von Talismanen, mit denen die Körper kontrolliert werden können. Orochimarus Talismane versiegeln die Persönlichkeit der Seele, was sie zu einer willenlosen Killermaschine macht. Kabuto hingegen zieht es vor, bestimmten Seelen ihre Persönlichkeit zu lassen. Dies ist besonders für psychologische Kriegsführung von Bedeutung und gibt den Seelen die Möglichkeit, auf ihre eigenen Fähigkeiten, Erinnerungen und Taktiken zurückzugreifen und so Vorteile im Kampf zu gewinnen. Ein Beschworener mit freier Persönlichkeit kann sich jedoch der Kontrolle durch den Anwender von Edo Tensei widersetzen, wenn er stark genug ist. Weiterhin kann die Kontrolle über die Beschworenen mit Hashirama Senjus Zellen verstärkt werden.

Diese Art der Kontrolle birgt jedoch auch eine große Gefahr, denn durch die freie Persönlichkeit ist die Seele in der Lage, Emotionen zu spüren und so eventuell von der Kontrolle freizubrechen, um in das reine Land überzugehen. Die Bewegungen der freien Körper funktionieren derweil wie ein Autopilot und sind darauf programmiert, etwaige Aktionen der Gegner möglichst effektiv zu kontern. Doch auch Kabuto kann die Persönlichkeiten seiner Opfer komplett auslöschen, sollten diese eine zu große Gefahr darstellen. Zudem ist er durch Orochimarus Chakra aus Ankos Juin in der Lage, seine eigenen Befehle zu überschreiben und bessere Kontrolle über die Körper zu erhalten. Während Orochimaru die Körper manuell steuert, benutzt Kabuto wohl aufgrund der großen Anzahl an Wiedergeborenen eine Art Karte, auf der er weiße Steinchen platziert.[6][7] Einzig das Steinchen für seine Trumpfkarte ist schwarz. Im Anime zerspringen die Steinchen, sobald die Toten kampfunfähig sind.[8] Zudem ist Kabuto in der Lage, durch die Wiedergeborenen zu sprechen.[5] Wenn einer der Beschworenen das benötigte Fingerzeichen kennt, kann er den Edo Tensei-Vertrag selbst brechen und so die eigene Auflösung verhindern. Auf diesem Weg wird der Beschworene ein unsterbliches Wesen mit unbegrenztem Chakravorrat und freiem Willen. Madara sagt, dass dies das größte Risiko von Edo Tensei ist.

Bekämpfung

Obwohl Kabuto es als stärkstes Jutsu beschreibt und selbst der Tod des Anwenders die Wiedergeborenen nicht stoppt, sind bisher drei Möglichkeiten entdeckt worden, Edo Tensei aufzuhalten.

  1. Die einfachste Methode ist es, die Seele zu versiegeln. So kann Hiruzen Sarutobi seine Vorgänger aufhalten, indem er ihre Seelen im Shinigami versiegelt, während Itachi Uchiha Nagatos Seele in das Genjutsu von Totsuka no Tsurugi verbannt.
  2. Weiterhin besteht die Möglichkeit, den Anwender mit Genjutsu dazu zu bringen, Edo Tensei aufzulösen. Dazu sind die Fingerzeichen Ne, Ushi, Saru, Tora, Tatsu und I sowie der Ausdruck Kai nötig.[6]
  3. Die dritte Variante ist zudem die risikoreichste, da sie nicht immer funktioniert. Indem man die Emotionen des Wiedergeborenen erweckt, erlöst man seine Seele von den Zwängen der Technik und sie kann wieder in das reine Land übergehen. Dies funktioniert jedoch nicht, wenn der Anwender die Persönlichkeit der Seele zerstört und so verhindert, dass sie Emotionen aufbringt.
  4. Ebenfalls lässt sich Edo Tensei mit Gudōdama bekämpfen. Da diese aus Onmyōton bestehen und somit jegliche Ninjutsu neutralisieren können, annuliert es den den elementaren Effekt von Edo Tensei, die Regeneration. Somit werden die durch Gudōdama vernichteten Körperteile der Wiederbelebten nicht wiederhergestellt.[9]

Wenn eine der drei Methoden angewandt wird, erhalten die Seelen für einen kurzen Moment Kontrolle über den Körper, welcher kurz darauf zu Staub zerfällt. Sollte Edo Tensei aufgelöst werden, umgibt die Körper ein Licht, in dem die Seelen dann zurück in das reine Land reisen.[10] Natürlich ist es dem Gegenüber nicht immer möglich, eine der drei Möglichkeiten wahrzunehmen. Daher gibt es drei weitere Vorgehensweisen, mit denen Edo Tensei zwar nicht gestoppt wird, aber zumindest die Opfer für eine Zeit lang aufgehalten werden können.

  1. Edo Tensei kann teilweise bekämpft werden, indem die Opfer kampfunfähig gemacht werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Anwender seine Sklaven nicht zurückholen und erneut beschwören kann. Ein geeignetes Jutsu hierfür ist das Nunoshibari no Jutsu.
  2. Sollte der Anwender die Persönlichkeit nicht zerstört haben, können die Opfer ihren Gegnern die eigenen Schwachstellen verraten und Hinweise geben.
  3. Mit dem Genjutsu Kotoamatsukami ist es möglich, Edo Tensei quasi zu überschreiben. Da es jedoch keinen Anwender dieser Technik mehr gibt, fällt sie als Kontermöglichkeit weg.

Anwender und beschworene Charaktere

Orochimaru

Die Hokage im Vierten Ninjaweltkrieg

Orochimaru gelang es, Edo Tensei zu perfektionieren. Er hat bisher folgende Charaktere zu unterschiedlichen Zwecken beschworen.

Name Grund
Hashirama Senju Als ehemalige Hokage sind die beiden Senju-Brüder überaus starke Gegner für den dritten Hokage und zudem als seine Sensei ein großes emotionales Hindernis. Sie werden wie ihre Nachfolger im Vierten Ninjaweltkrieg beschworen, um Sasukes Fragen zu beantworten.
Tobirama Senju
Minato Namikaze Im Kampf gegen Hiruzen Sarutobi versucht Orochimaru noch eine dritte Person, Minato Namikaze, zu beschwören.[3] Da dessen Seele aber bereits im Todesgott versiegelt wurde, schlägt die Beschwörung fehl. Auch Minato wird im Vierten Ninjaweltkrieg beschworen, um Sasukes Fragen zu beantworten.
Hiruzen Sarutobi Hiruzen wird während des Vierten Ninjaweltkrieges beschworen, um gemeinsam mit den anderen Hokage Sasukes Fragen zu beantworten.


Kabuto Yakushi

Die Akatsuki-Mitglieder

Kabuto Yakushi sagt von sich selbst, das Edo Tensei auf einem noch höheren Level als Orochimaru zu beherrschen. Er beschwört folgende Personen aus unterschiedlichen Gründen.

Name Grund
Nagato Kabuto beschwört diese fünf verstorbenen Akatsuki-Mitglieder um Tobis Vertrauen zu gewinnen. Zudem sind sie alle erfahrene Ninja.
Kakuzu
Deidara
Sasori
Itachi Uchiha
Madara Uchiha Madara Uchiha wird von Kabuto im Vierten Ninjaweltkrieg beschworen, um Tobi einzuschüchtern und Mū im Kampf gegen Gaaras Einheit zu unterstützen.
Die verstorbenen Jinchūriki Kabuto beschwört diese berühmten und starken Ninja, um Tobi im Ninjaweltkrieg zu unterstützen. Zudem sind einige von ihnen ehemalige Kameraden von Ninja aus der Shinobi-Allianz, was den Kampf gegen sie zu einem emotionalen Spektakel macht.
Der Sandaime Raikage, der Yondaime Kazekage und
Nidaime Mizukage
Asuma Sarutobi, Dan und Hizashi Hyūga
Hanzō, Chiyo und Kimimaro
Haku, Zabuza Momochi und Gari
Chūkichi und Shin
Pakura
Toroi
Die frühere Generation der sieben Shinobi-Schwertkämpfer aus Kirigakure
Kinkaku und Ginkaku
Im Anime weitere unbenannte Shinobi.
Torune Kabuto beschwört ihn, um Tobi die Funktionsweise des Edo Tensei zu erläutern.
Hayate Gekkō, Inabi Uchiha und weitere Shinobi Im Chikara-Arc, um Tonika-mura anzugreifen und gegen die Ninja aus Konohagakure zu kämpfen. Später Hayate abermals, um die Leichen begabter Shinobi zu stehlen.
Otogakure no Shinobi Yonin Shū Kabuto beschwört die ehemaligen Untergebenen von Orochimaru, um Zeit für die Beschwörung Madara Uchihas zu gewinnen.

Trivia

Die besagte Person
  • In der WSJ-Ausgabe von Kapitel 521 ist auf Seite 5 eine Person zu sehen, die von Masashi Kishimoto fälschlicherweise gezeichnet und für Band 55 entfernt wurde.[11]
  • Aufgrund der Funktionsweise von Edo Tensei ist es unlogisch, dass Orochimaru versucht, einen dritten Sarg zu beschwören. Er hätte nämlich schon bei der erstmaligen Beschwörung (die mit dem Ritual) merken müssen, dass Minato Namikazes Seele nicht im Jenseits ist und daher nicht beschworen werden kann. Daher kann auch im Manga kein dritter Sarg beschworen werden, wie Hiruzen Sarutobi feststellt. Im Anime ist selbige Szene falsch dargestellt.


Einzelnachweise
Persönliche Werkzeuge
Soziale Netzwerke