Aus Narutopedia
Fingerzeichen (印, "In") sind verschiedene Positionen und Anordnungen der Finger, welche die Ninja benötigen, um Chakra zu regulieren und Techniken einsetzen zu können. Sie werden angewendet, um Nin- und Genjutsu ausführen zu können. Erst nach dem abgeschlossenen Formen der Fingerzeichen wird das jeweilige Jutsu auch tatsächlich ausgeführt.
Chakraregulierung
...und in ein Jutsu umgewandelt
Um Nin- oder Genjutsu ausführen zu können, wird Chakra benötigt. Dieses Chakra wird mithilfe der Fingerzeichen reguliert, wobei Jutsu, welche mehrere Fingerzeichen beanspruchen, dementsprechend auch stärker bzw. effizienter sein können, da die Regulierung mehr Fingerzeichen, also auch mehr Chakra beansprucht.
Ninja wie zum Beispiel Sakura Haruno, die das Chakra perfekt regulieren und auch perfekt Fingerzeichen formen können, verlieren so gut wie kein unnötiges Chakra. Im Gegensatz hierzu gilt, dass, wenn man ein Fingerzeichen falsch ausführt, das eingesetzte Chakra schlechter reguliert wird und der Anwender unnötig Chakra verschwendet. Des Weiteren verliert das angewandte Jutsu extrem an Kraft oder kann erst gar nicht richtig ausgeführt werden.
Um Taijutsu anzuwenden ist keine Regulierung nötig, da man bei Taijutsu in der Regel auf den Einsatz von Chakra verzichten kann.
Für Naruto ist es sehr schwer, Chakra ohne Verluste zu regulieren, da er das Chakra des Kyūbi nicht richtig unter Kontrolle hat und es laut Kakashi zusätzlich sogar auch Narutos eigenen, normalen Chakrafluss stört. Das bedeutet, das es ihn an der perfekten Regulierung seines Chakras hindert und er beim Anwenden der Jutsu auch proportional mehr Chakra aufbringen muss.
Die Fingerzeichen
Spezielle Fingerzeichen
Ino verwendet spezielle Fingerzeichen, um ihr Chakra auf den Gegner fokusieren zu können.
Haku beim Ausführen der Fingerzeichen.
Shintenshin no Jutsu
Für manche Jutsu werden auch Fingerzeichen abweichend von den standardmäßigen Zeichen benutzt. Die meisten davon werden für die Anwendung von Hiden gebraucht, wie zum Beispiel beim Ninpō: Shintenshin no Jutsu und dem Shinranshin no Jutsu des Yamanaka-Clans.
Bei Shintenshin no Jutsu werden die Hände parallel aufeinander gelegt und bei Shinranshin no Jutsu werden sie in leichtem Abstand spiegelverkehrt zueinander gehalten.
Makyō Hyōshō
Haku ist es als einzig bekanntem Ninja möglich, Fingerzeichen mit nur einer Hand zu formen. Zusätzlich verwendet er spezielle Fingerzeichen für die Anwendung seines Kekkei Genkai.
Für Hijutsu: Makyō Hyōshō braucht er ein Fingerzeichen, bei dem die Hände ähnlich wie bei Tora gehalten werden. Speziell ist aber, dass Haku seine Zeigefinger zwischen den Mittelfingern durchschleust und sie wieder zusammentreffen lässt.
Trivia und Sonstiges
Das fragliche Fingerzeichen von Kakashi und Zabuza.
- Oft werden die Fingerzeichen in der Serie nur zum Teil ausgeführt.
- Jedes der zwölf Grundfingerzeichen ist einem Tier aus dem
chinesischen Tierkreis nachempfunden.
- Obwohl "Hebi" das japanische Wort für Schlange ist, wird für das Fingerzeichen das Wort "Mi" verwendet. Grund hierfür ist, dass "Hebi" nur die Schlange als eigentliches Tier bezeichnet, da die Namen der Fingerzeichen aber vom chinesischen Tierkreis abstammen, muss für Schlange "Mi" verwendet werden, da dies die korrekte Bezeichnung ist. Deshalb weichen auch die Kanji ab.
- Die abweichenden Bezeichnungen für Wildschwein - nämlich "Buta" und "I" - sowie Drache - nämlich "Ryu" und "Tatsu" sind gleichermaßen zu verstehen.
- Zabuza und Kakashi verwenden bei den 44 Fingerzeichen des Suiton: Suiryūdan no Jutsu eine weiteres, nicht bekanntes Zeichen. Das fragliche Zeichen Jin bedeutet im Altjapanischen Wolf und könnte somit eine Abwandlung des Fingerzeichens Inu (Hund) darstellen.
- Im historischen Ninjutsu werden diese Gesten als Kujiin oder Kujikiri bezeichnet.
- Im Buddhismus werden Fingerzeichen dieser Art als "Mudra" (Sanskrit, f., मुद्रा, mudrā, urspr.: „Siegel“) bezeichnet. Diese symbolisichen Handgesten (Handbewegung, Handstellung), finden sowohl im alltäglichen Leben (z.B. Namaste), in der religiösen Praxis als auch im indischen Tanz ihre Anwendung. Übersetzt aus dem Sanskrit bedeutet Mudra „das, was Freude bringt“. Mud heißt Freude, aber auch Geste, um den Göttern zu gefallen. Ra bedeutet „das, was gibt“.
- Das Fingerzeichen Tora wird im Manga als Feuerzeichen und das Fingerzeichen Mi als Erdzeichen bezeichnet.