Die Narutopedia wird weder administriert noch kontrolliert.
Es gibt keine Gewähr für die Korrektheit oder Aktualität der Informationen.
Für News zu Naruto schaut am besten auf Twitter vorbei.

Chakra

Aus Narutopedia
(Weitergeleitet von Fūton)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Chakra (チャクラ, Chakura) ist die Kraft im Körper der Menschen, die es ihnen ermöglicht, Jutsu anzuwenden.

Ursprung

Normales Chakra im Anime

Der Ursprung des Chakras ist der Shinju, ein vor Urzeiten von Menschen angebeteter Baum. Dieser Baum trug alle 1000 Jahre eine Chakra-Frucht, die die Menschen nicht anrühren durften. Zu jener Zeit wurde die Welt von Kriegen heimgesucht. Prinzessin Kaguya Ōtsutsuki, die von einem weit entfernten Ort kam, war der Ansicht, dass nur jemand mit gottgleichen Kräften den ständigen Kämpfen Einhalt gebieten konnte. Daher konsumierte sie die verbotene Chakrafrucht und erhielt die Fähigkeit, starkes Chakra zu manipulieren. Mit ihren neugewonnenen Kräften setzte sie den Kriegen ein Ende.

Später bekam sie zwei Söhne – Hagoromo und Hamura. Sie erbten das Chakra ihrer Mutter und waren so die ersten Menschen, die mit Chakra im Körper geboren wurden. Kaguya wurde zornig, denn sie war der Meinung, alles Chakra sei ihr Eigentum. Daraufhin manifestierte sie sich gemeinsam mit dem Shinju in dem Jūbi, einer Bestie mit zehn Schweifen. In dieser Form suchte Kaguya die Welt heim und sorgte für Unheil und Zerstörung, während sie versuchte, das Chakra ihrer Söhne zurückzuerlangen. Diese kämpften gegen das Jūbi, um die Sünden ihrer Mutter zu begleichen und versiegelten es schließlich in Hagoromo, unwissend, dass Kaguya selbst Teil der Bestie war. Hagoromo selbst bereiste anschließend die Länder und verteilte sein Chakra.

Ursprünglich war das Chakra, das der Rikudō Sennin unter den Menschen verteilte, die Kraft, die spirituelle Energie zweier Menschen zu „verbinden“. So sollte ein Gleichgewicht entstehen, das es Menschen möglich machte, die Gefühle ihrer Mitmenschen ohne Worte zu verstehen. Der Rikudō Sennin verbreitete die Lehre dieser Kraft in der "Ninshū" (忍宗, "Shinobi-Sekte"), um die Menschheit auf dem Weg zum Frieden anzuführen. Seine Jünger nutzten das Chakra jedoch als eine Methode, ihre spirituelle Energie mit der körperlichen Energie in ihrem Inneren zu verbinden und auf diese Weise eigenes Chakra zu schmieden. Sie missbrauchten es als Waffen in der Form von Ninjutsu und endeten so wieder auf demselben Pfad der Gewalt, den schon Kaguya Ōtsutsuki beschritt.

Nutzen

Die Keirakukei

Chakra wird in der Handlung oftmals als eine Art lebenserhaltende Energie dargestellt, ohne die ein Ninja sterben würde. Die Farbe von normalem Chakra ist im Manga zunächst gelb[1] und im Anime blau[2]. Im weiteren Verlauf der Handlung benutzt Masashi Kishimoto jedoch beide Farben im Manga.[3][4]

Chakra bildet die Grundlage nahezu aller Jutsu. Um sie zu nutzen, müssen Ninja in der Lage sein, Chakra zu schmieden, eventuell die Natur des Chakras zu ändern und anschließend kontrolliert freizusetzen. Einzig für Taijutsu wird normalerweise keine Freisetzung benötigt, einzig für besondere Techniken müssen auch Taijutsu-Nutzer wie Rock Lee die Beherrschung und Kontrolle des Chakras in ihrem Körper meistern.

Es hat jedoch auch noch viele andere Nutzen. So kann es zum Erklimmen von Bäumen oder dem Laufen an Wänden und auf dem Wasser benutzt werden. Weiterhin können manche Ninja ihrem Chakra eine heilende Natur geben und so Verletzungen behandeln und sogar Menschen wiederbeleben, indem sie ihnen ihr Chakra übertragen.

Chakrafluss

Eine besonders erwähnenswerte Art und Weise, reines oder elementares Chakra zu benutzen, ist der Vorgang des Chakraflusses (チャクラ流し, "Chakra Nagashi"). Hierbei lässt ein Shinobi sein Chakra in spezielles, chakraleitendes Metall, meist in Form von Schwertern oder Dolchen fließen. Wenn er vorher noch die Natur seines Chakras verändert, ist dies noch weitaus wirksamer. Während normales Chakra nur dazu genutzt werden kann, die Klingen zu verlängern und das Chakra als eine Art fliegender Schnitt abzufeuern, bringt Windchakra eine erhöhte Schärfe mit sich, die jedoch von Blitzchakra noch übertroffen wird. Außerdem können mit Chakrawaffen die Stränge von Puppenspielern durchtrennt werden, um diese so am Angriff zu hindern. Wie sich Feuer-, Erd- und Wasserchakra auf die Waffen auswirken und ob Mischnaturen ebenso verwendet werden können, ist nicht bekannt.

Bildung

Normales Chakra wird gebildet

Chakra wird aus zwei Arten von Energien geschmiedet, die in jedem Lebewesen zu finden sind. Zum einen ist dies die körperliche oder physische Energie (身体エネルギー, "Shintai Enerugī"), zum anderen die psychische, spirituelle Energie (精神エネルギー, "Seishin Enerugī"). Die körperliche Energie steckt bereits in jedem Ninja. Sie verteilt sich auf alle Zellen im ganzen Körper und kann durch körperliche Tätigkeiten trainiert werden. Die geistige Energie kann nur im Laufe der Zeit und durch Erfahrungen erweitert werden.[5]

Um Chakra zu bilden, konzentriert der Shinobi in seinem Inneren nun diese beiden Energien und presst sie zusammen, wodurch sie verwirbelt werden.[5] Dann kann das Chakra im Inneren des Körpers durch die Keirakukei (経絡系, "Energiebahn-System"), den Chakrabahnen, zu den Tenketsu (点穴, "Punktloch") fließen, von denen jeder Mensch 361 Stück besitzt. Durch diese Chakraaustrittspunkte kann es nun abgegeben und für Jutsu verwendet werden. Dieser Prozess zehrt jedoch an der Ausdauer des Nutzers.[6][7]

Weitere Informationen zur Bildung von Chakra finden sich im Abschnitt Yin und Yang dieses Artikels.

Kontrolle

Natur- und Gestaltmanipulation beim Katon: Gōkakyū no Jutsu

Chakra ist normalerweise eine recht flüchtige Energie, die schnell verfliegt, jedoch kann der Ninja Einfluss auf sie nehmen, nachdem er gelernt hat, den Chakrafluss im Körper zu regulieren und das Chakra gezielt an die Umwelt abzugeben (放出, Hōshutsu).[8][9][10][6] Die Effizienz, Reichweite und Durchschlagskraft eines Jutsu hängen stark von der Fähigkeit des Shinobi ab, die Eigenschaften seines Chakras gekonnt zu verändern.

Um dies zu tun, stehen dem Shinobi die Methoden der Seishitsuhenka und Keitaihenka zur Verfügung, die Form- und die Naturveränderung des Chakra. Bei der Ausführung eines regulären Jutsu sind beide Methoden bereits ein integraler Bestandteil der Technik und werden automatisch mitangewendet, die Fokussierung des Chakra findet auch unter Anderem durch die Verwendung der Fingerzeichen statt.[5][7]

Erst durch Kombination beider Veränderungen und der kontrollierten Abgabe entsteht die sehr große Fülle an unterschiedlichen Jutsu. Allein durch Naturmanipulation wäre die Auswahl um einiges eingeschränkter.[11]

Keitaihenka – Formveränderung

Das Rasengan pefektioniert die Formveränderung des Chakra

Lässt der Shinobi sein Chakra so ausströmen, dass es eine bestimmte Form annimmt und eventuell sogar beibehält, nennt man diesen Prozess "Keitaihenka" (形態変化, "Formveränderung"). Das Jutsu wiederum erhält somit gewisse besondere Eigenschaften. Das Rasengan zum Beispiel ist eine Technik, die ihre Stärke völlig durch die Gestaltmanipulation, also die Art und Weise, wie das Chakra in seine schnell drehende und sich verwirbelnde, aber dennoch komprimierte Form gebracht wird, erhält.[12][13]

Seishitsuhenka – Naturveränderung

Darüberhinaus kann der Shinobi sein Chakra auch in seiner Natur verändern, also die grundlegenden Eigenschaften des Chakra beeinflussen. Ihm stehen dazu prinzipiell fünf Naturen zur Verfügung, die "Godai Kihon Seishitsu" (五大基本性質, "Fünf große grundlegende Naturen"). Um Chakra eine der Naturen annehmen zu lassen, muss der Shinobi "Seishitsuhenka" (性質変化, "Naturveränderung") anwenden. Diese damit insgesamt fünf Möglichkeiten das Chakra zu ändern, werden "Godai Seishitsuhenka" (五大性質変化, "Fünf große Naturveränderungen") genannt. Wie der Name schon sagt, ändert er so die Natur seines Chakras. Freigesetztes Naturchakra endet immer mit dem Kanji 遁 Ton ("Freisetzung"). Mit diesem Chakra wird ein großer Teil der bekannten Jutsu erschaffen. Jede Natur besitzt besondere Eigenschaften, die sie für bestimmte Anwendungen prädestiniert.

Chidori: Die höchste Form der Naturmanipulation Raiton

Um die Naturveränderung vollständig zu beherrschen, ist aufgrund der Schwierigkeit normalerweise ein ausgedehntes, langjähriges Training notwendig. Die Trainingsmethode hängt dabei anscheinend von der zu erlernenden Natur ab. Für die Windnatur beispielsweise erfolgt der Lernprozess für Naruto in drei Schritten, in denen er zunächst die grundlegenden Eigenschaften und das Freisetzen des speziellen Chakra lernt, im Anschluss die Menge des manipulierten Chakra erhöht und letztendlich das Chakra in einem Jutsu anwendet.

Affinität

Grundsätzlich hat jeder Shinobi eine Affinität zu einer bestimmten Natur. Wie diese entsteht, ist nicht bekannt, jedoch scheint sie vererbbar zu sein, da es oftmals ganze Clans gibt, deren Mitglieder dieselbe Affinität haben. So hatten zum Beispiel viele Mitglieder des Uchiha-Clans eine Affinität zur Feuernatur. Die Affinität zu einer Natur liegt im Herzen eines Ninja.

Natürlich ist ein Shinobi nicht nur auf seine Affinität beschränkt. So beherrschen Jōnin bei ihrer Ernennung oft schon zwei oder mehr Naturen.[14] Jedoch ist es aufgrund des hohen Zeitaufwandes, den das Erlernen einer einzelnen Natur voraussetzt nahezu unmöglich, alle fünf Naturen zu meistern. Besitzern des Rinnegan ist es aber möglich, die Naturen schneller zu meistern. Kakuzu erlangte alle fünf Naturen, indem er die Herzen anderer Ninja stahl. Der Sandaime Hokage, Hiruzen Sarutobi, ist der einzige bekannte Shinobi, der in seinem Leben alle fünf Naturen auf herkömmliche Art meistern konnte. Mit dem Bashōsen kann der Anwender alle fünf Naturen verwenden, ohne sie gemeistert haben zu müssen. Da der Yata no Kagami alle fünf Naturen besitzt, kann er sich den gegnerischen Angriffen anpassen und diese neutralisieren.[15]

Die Affinität eines Shinobi zu einer Natur lässt sich mit speziellem Papier, das auf Chakra je nach Affinität unterschiedlich reagiert, feststellen. Bei Wasser wird es nass, bei Feuer brennt es, bei Erde zerfällt es, bei Blitz zerknittert es und bei Wind reißt das Papier.

Naturzyklus und Kompensation

Jede Natur ist einer anderen Natur überlegen, zieht aber gleichzeitig gegen eine andere den Kürzeren. Wenn man nun im Bild rechts bei einer Natur gegen den Uhrzeigersinn weiter geht, so steht dort die Natur, gegen welche sie schwach ist. Umgekehrt steht im Uhrzeigersinn die Natur, der sie überlegen ist.

Wenn zwei gleiche Naturen gegeneinander antreten, tritt das Prinzip der "Kompensation" (相殺, "Sōsai") in Kraft. Dieses Prinzip besagt, dass zwei Jutsu mit den gleichen Naturen einander aufheben, wenn sie dieselbe Menge an Chakra verwenden. So konnte Kakashi mit seinem Raikiri das Raiton: Gian von Kakuzu wirkungslos machen. Sollte jedoch eines der Jutsu mehr Chakra verwenden, ist es nicht nur stärker, sondern absorbiert auch das andere Jutsu und fügt dessen Anwender so zusätzlichen Schaden zu.[14]

Die fünf grundlegenden Naturen

Fūton: Renkudan
Doton: Doroku Gaeshi
Suiton: Baku Suishōha

Hi – Feuer

Hi (火) ist die Feuernatur. Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Katon (火遁, "Feuerfreisetzung"). Das Katon steht über dem Fūton und unter dem Suiton, was es effektiv gegenüber Windjutsu, aber anfällig gegenüber Wasserjutsu macht. Dieses Chakra ist so heiß wie Feuer und verbrennt alles, was mit ihm in Berührung kommt. Als Zusatzeffekt geht das Objekt in Flammen auf. Es eignet sich für Angriffe.[14]

Für eine Liste aller bekannten Katon-Jutsu siehe hier.

Kaze – Wind

Kaze (風) ist die Windnatur. Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Fūton (風遁, "Windfreisetzung"). Die Affinität zum Windelement ist sehr selten, weshalb es vergleichsweise wenige Windjutsu gibt. Das Fūton steht über dem Raiton und unter dem Katon, was es effektiv gegenüber Blitzjutsu, aber anfällig gegenüber Feuerjutsu macht. Die spezielle Eigenschaft des Windelements ist es, bei korrekt durchgeführter Seishitsuhenka klingenähnliche und extrem scharfe Eigenschaften zu besitzen. Windjutsu können die Schneidekraft einer Klinge drastisch erhöhen, oder den Gegner regelrecht zerstückeln, wie z. B. das Fūton: Rasen Shuriken von Naruto. Das hängt damit zusammen, dass die Windklingen wenige Atome breit und dadurch extrem scharf sind. Das Chakra entfaltet seine größte Kraft bei Angriffen aus mittlerer Distanz.[14]

Für eine Liste aller bekannten Fūton-Jutsu siehe hier.

Kaminari – Blitz

Kaminari (雷) ist die Blitznatur. Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Raiton (雷遁, "Blitzfreisetzung"). Das Raiton steht über dem Doton und unter dem Fūton, was es effektiv gegenüber Erdjutsu, aber anfällig gegenüber Windjutsu macht. Dieses Chakra ist leicht zu zerstreuen und passt gut zu Künsten für mittlere und ferne Distanzen. Setzt man es beim Gebrauch von Metallwaffen ein, kann man so tödliche Kräfte und einen elektrischen Schlag hervorrufen.[14] Darui benutzt eine besondere Art dieser Natur, "Kuroi Kaminari" (黒い雷 , "Schwarze Blitze") genannt. Wie der Name schon sagt, sind hierbei die entstehenden Blitze schwarz. Ob sie stärker sind als die normalen Blitze, ist nicht bekannt. Darui bekam sie vom Sandaime Raikage gelehrt und ist der einzige lebende Anwender von Kuroi Kaminari.

Für eine Liste aller bekannten Raiton-Jutsu siehe hier.

Tsuchi – Erde

Tsuchi (土) ist die Erdnatur. Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Doton (土遁, "Erdfreisetzung"). Das Doton steht über dem Suiton und unter dem Raiton, was es effektiv gegenüber Wasserjutsu, aber anfällig gegenüber Blitzjutsu macht. Diese Natur verändert Härtegrad und Beschaffenheit aller Dinge. Experten können Künsten und Dingen damit eine Eisenhärte oder aber auch lehmartige Formbarkeit verleihen.[14] Beispielsweise kann Kakuzu mit dem Doton: Domu seinen Körper verhärten.

Für eine Liste aller bekannten Doton-Jutsu siehe hier.

Mizu – Wasser

Mizu (水) ist die Wassernatur. Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Suiton (水遁, "Wasserfreisetzung"). Das Suiton steht über dem Katon und unter dem Doton, was es effektiv gegenüber Feuerjutsu, aber anfällig gegenüber Erdjutsu macht. Es passt hervorragend zur komplexen Keitaihenka. Mit diesem Chakra kann man sich im Nebel verstecken oder den Gegner mit Flutwellen aufhalten.[14] Die spezielle Eigenschaft von Suiton ist nicht bekannt. Der Nidaime Mizukage besitzt die Fähigkeit, sein Wasser ölig zu machen.

Für eine Liste aller bekannten Suiton-Jutsu siehe hier.

Mischnaturen

Alle Naturen und bisher bestätigten Mischnaturen
(Große Version)

Eine Mischnatur, oftmals auch Elementverbindung oder Mischelement genannt, ist eine besondere Art von Chakranatur. Mit diesen Naturen sind Jutsu auf höchstem Niveau möglich. Ob und wo die Mischnaturen in die Reihenfolge der gegenseitigen Überlegen- und Unterlegenheit der fünf Hauptnaturen einzuordnen sind, ist nicht klar.

Es gibt vier verschiedene Arten, durch die Chakra eine Mischnatur annehmen kann. Einige Shinobi besitzen ein Kekkei Genkai, mit dem sie zwei der fünf Grundnaturen zu einer Mischnatur verbinden können.[16] Dies bewerkstelligen sie, indem sie ihr Chakra in der einen Hand die eine Natur und in der anderen Hand die andere Natur geben. Dann mischen sie diese beiden Chakren durch das Formen von Fingerzeichen. Auf diese Art und Weise werden die meisten Mischnaturen gebildet.

Weiterhin kann die Fähigkeit, zwei Naturen zu verbinden, offensichtlich auch durch Bijū auf Jinchūriki übertragen werden. Dies ist bisher einzig bei Rōshi der Fall gewesen. Er erlernte durch das Yonbi die Verwendung von Yōton. Die genaueren Umstände, beispielsweise ob Rōshi wie auch Mei Terumī die Naturen Feuer und Erde beherrschen musste, sind allerdings unklar.

Die dritte Fähigkeit nennt sich Kekkei Tōta und erlaubt den Anwendern, drei Naturen zu vermischen. Die einzigen Anwender sind Ōnoki und , die so Jinton erschaffen können. Weiterhin gibt es einige Naturen, von denen noch unbekannt ist, durch welche dieser Arten sie gebildet werden oder ob sie überhaupt Chakranaturen sind.

Im Vierten Ninjaweltkrieg vereint Kaguya Ōtsutsuki alle Chakranaturen sowie Onmyōton in einer großen Gudōdama. Dies wird von Kuro Zetsu als Kekkei Mōra bezeichnet.

Liste der bekannten Mischnaturen

Diese Mischnaturen kamen bisher in der Handlung vor.

  • Die Holznatur "Ki" (木). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Mokuton (木遁, "Holzfreisetzung").
  • Die Eisnatur "Kōri" (氷). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Hyōton (氷遁, "Eisfreisetzung").
  • Die Lavanatur "Yōgan" (溶岩). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Yōton (熔遁 bzw. 溶遁, "Lavafreisetzung").
  • Die Siedenatur "Futtō" (沸騰). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Futton (沸遁, "Siedefreisetzung").
  • Die Sturmnatur "Arashi" (嵐). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Ranton (嵐遁, "Sturmfreisetzung").
  • Die Staubnatur "Chiri" (塵). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Jinton (塵遁, "Staubfreisetzung").
  • Die Hitzenatur "Shakunetsu" (灼熱). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Shakuton (灼遁, "Hitzefreisetzung").
  • Die Magnetnatur "Jiryoku" (磁力). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Jiton (磁遁, "Magnetfreisetzung").
  • Die Explosionsnatur "Bakuhatsu" (爆発). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Bakuton (爆遁, "Explosionsfreisetzung").
  • Die Flammennatur "Kokuen" (黒炎). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Enton (炎騰, "Flammenfreisetzung").

Sonstige Seishitsuhenka

Die folgenden Naturen und Seishitsuhenka kommen ausschließlich im sechsten Film vor und sind daher für den allgemeinen Maßstab unwichtig.

  • Die Finsternisnatur "Meian" (冥暗). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Meiton (冥遁, "Finsternisfreisetzung").
  • Die Stahlnatur "Hagane" (鋼). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Kōton (鋼遁, "Stahlfreisetzung").
  • Die Beschleunigungsnatur "Jinsoku" (迅速). Seishitsuhenka mit dieser Natur nennt man Jinton (迅遁, "Beschleunigungsfreisetzung").

Andere Chakraarten

Abgesehen von den fünf Naturen und ihren Kombinationen kann Chakra auch ohne elementare Seishitsuhenka von unterschiedlicher Art sein.

Yin und Yang

Siehe Hauptartikel: Inton, Yōton und Onmyōton

Zwar werden die Energien bei der Bildung von Chakra generell im Gleichgewicht gehalten, jedoch scheint dies keine Voraussetzung zu sein. So bestehen beispielsweise Tayuyas Chakrawürmer aus viel spiritueller und wenig körperlicher Energie. Aussagen von Shikamaru Nara und Yamato zufolge ist es wahrscheinlich, dass durch die Veränderung der Energieanteile eine Freisetzung von Yin- und Yang-Chakra möglich ist.

Anders als bei den fünf elementaren Naturen wird hier also nicht die Natur des Chakras nach seiner Bildung verändert, sondern die Anteile der Energien, aus denen es geschmiedet wird. Laut Yamato basieren nicht-elementare Jutsu wie Genjutsu oder die Hiden der Nara, Akimichi und Yamanaka auf diesen beiden Seishitsuhenka. Zudem können sie gemeinsam für Onmyōton verwendet werden.

Bijū

Yin- und Yang-Chakra von Kurama

Siehe Hauptartikel: Bijū und Jinchūriki

Die wohl bekanntesten Chakren sind die neun Bijū. Sie sind fleischgewordene Chakramassen mit eigenem Bewusstsein, entstanden aus dem Chakra des Jūbi. Ihr Chakra selbst besteht aus Yin und Yang, welches von Gyūki als positives, schwarzes Chakra (+の黒チャクラ, "Plus no Kuro Chakra") und negatives, weißes Chakra (−の白チャクラ, "Minus no Shiro Chakra") bezeichnet wird. Wenn ein Ninja das Chakrafleisch eines Bijū isst, stirbt er. Einzig die Kingin Kyōdai überlebten es, das Fleisch des Kyūbi zu essen. So vermischte sich dessen Chakra mit ihrem eigenen, weshalb sie wie auch Naruto ein Fuchsgewand ausbilden können. A führt ihr Überleben auf eine Verwandtschaft zum Rikudō Sennin zurück.

Das Gewand (衣, "Koromo"), welches auch von allen anderen Jinchūriki gebildet werden kann, besteht ebenfalls aus dem Chakra des jeweiligen Bijū und besitzt eine hellrote Farbe. Wenn ein Jinchūriki vier Schweife oder mehr freisetzt, ändert sich die Farbe des Chakras zu einem weitaus dunkleren Rot. Dies liegt daran, dass die verletzende Wirkung des Chakras die Haut der Person zerstört und das austretende Blut sich mit dem Chakra vermischt. Weiterhin wird dieses Chakra um ein vielfaches dichter und somit schwerer, weshalb es auch "Hochdichtes Chakra" (高密度チャクラ, "Kōmitsudo Chakra") genannt wird. Killer B nennt das dunkelrote Chakragewand auch "Version 2" (バージョン2, "Bājon Tsū"). Eine weitere Besonderheit war Naruto, der nur den Yang-Teil von Kuramas Chakra besaß und mit diesem ein Gewand bildete, das eine vitale Wirkung auf sein Umfeld hatte. Die Farbe des Gewandes war Gelb und sein Aussehen ähnelte der Kleidung des Rikudō Sennin.

Rikudō no Chakura

Als Rikudō no Chakura (六道のチャクラ, Chakra der Sechs Pfade) wird das einzigartige Chakra von Hagoromo Ōtsutsuki, dem Rikudō Sennin, bezeichnet. Hagoromos Chakra kann erlangt werden, indem man das Chakra seiner beiden Söhne, Indora und Ashura, im eigenen Körper miteinander vermischt. Dadurch kann sich ein Sharingan zu Hagoromos eigenem Dōjutsu, dem Rinnegan, weiterentwickeln. Wer sich das Rinnegan implantiert, erlangt dieses Chakra ebenfalls. Das Chakra ermöglicht seinem Träger auch die Fähigkeit zu schweben. Wird das Rikudō no Chakura mit Naturenergie kombiniert, erhält man das Rikudō no Sennin Chakura (六道の仙人チャクラ, Eremitenchakra der Sechs Pfade), welches für die Anwendung und Bildung von Gudōdama benötigt wird. Wird man zum Jinchūriki des Jūbi oder kombiniert man das Rikudō no Sennin Chakura mit dem Chakra der neun Bijū, erlangt man die Rikudō Senjutsu, welche die Anwendung mehrerer Gudōdama erlaubt.

Hagoromo übertrug sein Rikudō no Chakura auf Naruto Uzumaki und Sasuke Uchiha, als diese im Sterben lagen. Naruto erlangte so den Rikudō Sennin Mōdo und Sasuke das Rinnegan. Dieses Chakra erlaubte Naruto und Sasuke, Madara Uchiha, dem Jinchūriki des Jūbi, direkten Schaden zuzufügen. Sasuke konnte Madara sogar halbieren, obwohl er kein Senjutsu-Training absolviert hatte.

Obito Uchiha stahl einen Teil von Madaras Rikudō no Sennin Chakura und konnte so Gudōdama anwenden, obwohl er nicht länger Jūbis Jinchūriki war. Dadurch war Obito auch in der Lage, Kakashi Hatake Rikudō no Chikara (六道の力), die Kraft der Sechs Pfade, auszuleihen. Er übetrug sie Kakashi als Geist, um ihn für den Kampf gegen Kaguya Ōtsutsuki zu rüsten. Mit Rikudō no Chikara können sämtliche Jutsu verstärkt werden. Sogar die Farbe des Chakras ändert sich, wie bei Sasukes Chidori und Kakashis Raikiri zu beobachten war.

Es gibt auch die Rikudō no In no Chikara und die Rikudō no Yō no Chikara. Diese beiden Kräfte können auf andere Personen übertragen werden. Durch die Kombination beider Kräfte können unglaubliche Dinge, wie die Anwendung des Rikudō – Chibaku Tensei, vollbracht werden. Mit dieser Technik konnte der Mond erschaffen und ein mächtiges Wesen wie Kaguya Ōtsutsuki versiegelt werden.

Senjutsu-Chakra

Siehe Hauptartikel: Senjutsu

Senjutsu-Chakra (仙術チャクラ, "Senjutsu-Chakura") ist eine weitere besondere Art von Chakra. Es wird geschmiedet, indem ein Shinobi Naturenergie aus seinem Umfeld absorbiert und mit den anderen beiden Energien kombiniert. Dann kann er Senjutsu anwenden und in den Sennin Mōdo wechseln, der seine Jutsu immens verstärkt. Auch Anwender der Rikudō Senjutsu können Naturenergie im Kampf verwenden.

Medizinisches Chakra

Siehe Hauptartikel: Iryōnin

Chakra, das von Iryōnin benutzt wird, um Verletzungen zu heilen, hat eine grüne Farbe. Wieso dies so ist und wieso es überhaupt eine heilende Wirkung hat, ist nicht bekannt. Jedoch scheint es nicht mit einer Seishitsuhenka zusammenzuhängen. Vielmehr ist es offenbar so, dass die Iryōnin ihr Chakra nur aus der physischen Energie ihres Körpers bilden und deren vitale Kraft für ihre Zwecke gebrauchen.

Uchiha-Chakra

Das besondere Chakra des Uchiha-Clans basiert auf ihrem Kekkei Genkai, dem Sharingan. Wenn ein Uchiha eine große Liebe verliert, beginnt durch sein Leid im Inneren seines Gehirns ein besonderes Chakra auszuströmen. Die Sehnerven seiner Augen reagieren auf dieses Chakra und es entsteht eine Veränderung in den Augen – das Sharingan.

Senzoku no Sai

Die "Senzoku no Sai" (仙族の才, "Gabe der Eremitenmönche") ist eine spezielle Chakra-Art, die von den Mönchen des Hi no Tera benutzt wird, um Fūin Teppeki anzuwenden.

Weißes Chakra

Das weiße Chakra des Hatake-Clans wurde in der Handlung nicht näher erklärt. Es ist bei einem Schwung mit dem Hakkō Chakura Tō zu sehen. Da dieses jedoch zerstört wurde, ist es unwahrscheinlich, dass das weiße Chakra nochmal in der Handlung vorkommen wird.

Juin-Chakra

Dieses violette Chakra kann von Trägern des Juin freigesetzt werden.

Die in diesem Abschnitt beschriebenen Sachverhalte, Personen, Orte etc. kommen ausschließlich im Anime vor.
Sternchakra

Dieses violette Chakra wird von Ninja aus Hoshigakure für die Pfauenmethode verwendet. Beim Sternentraining erlernen sie, es zu beherrschen.

Ende des Abschnittes


Die in diesem Abschnitt beschriebenen Sachverhalte, Personen, Orte etc. kommen ausschließlich im fünften Naruto-Film vor.

Finsteres Chakra

Siehe auch: Reibi, Shinnō

Das finstere Chakra (闇のチャクラ, "Yami no Chakra") ist eine besondere Art des Chakras, da es aus den negativen Emotionen im Gehirn eines Menschen gebildet wird. Das Reibi besteht aus diesem Chakra und hat die Fähigkeit, die Emotionen von Menschen aufzusaugen und so noch mächtiger zu werden. Jedoch können auch Menschen dieses Chakra nutzen und sich so um ein vielfaches stärker machen. Das Chakra scheint keine Nachteile zu haben, jedoch wird gesagt, dass es nach einiger Zeit die Seele des Benutzers verrotten lässt.

Ende des Abschnitts


Trivia

  • Die Drehrichtung kann man laut Jiraiya am Haarwirbel eines Menschen erkennen.[12]
  • Das Chakra eines jeden Ninjas scheint einen eigenen Geschmack zu haben. Ninja, wie Karin, die Chakra aufspüren können, nehmen ihn wahr. So findet sie Sasukes Chakra beeindruckend, Suigetsus aber widerlich.
  • Die Namen der Shinobi Godaikoku basieren auf den fünf Naturen.
  • Offenbar kann Chakra der Eltern an ihre Kinder vererbt werden.[17]

Hintergrund

チャクラ Chakura ist die japanische Schreibweise des Wortes WP.png चक्र (Chakra), einem Begriff im WP.png Sanskrit, der in mehreren esoterischen Lehren Energiezentren im menschlichen Körper bezeichnet. Die Darstellung der Keirakukei und der 361 Tenketsu basiert hingegen auf dem daoistischen Konzept des WP.png  und der damit verbundenen WP.png Akupunktur. Die fünf grundlegenden Naturen basieren auf den fünf Elementen der japanischen Philosophie, "Godai" (五大, "Die großen Fünf") genannt. Diese sind Erde (地, "Chi"), Wasser (水, "Sui"), Feuer (火, "Ka"), Wind (風, "Fū"), und Leere/Äther (空, "Kū"). Sie kommen aus dem WP.png Buddhismus. Nicht verwechseln sollte man sie mit der daoistischen WP.png Fünf-Elemente-Lehre. Das Kanji 遁 ton stammt vom chinesischen dūn ab, dessen Grundbedeutung fliehen ist. In der deutschen Publikation wird es als "Versteck" übersetzt.


Einzelnachweise
  1. Naruto Band 11: Kapitel 91
  2. Naruto - Episode 1
  3. Das Rasengan ist gelb
  4. Chōjis Flügel sind blau
  5. 5,0 5,1 5,2 Naruto - Episode 10: Die Ruhe vor dem Sturm
  6. 6,0 6,1 Naruto: Die Schriften des Rin, Seite 155
  7. 7,0 7,1 Naruto - Episode 052: Starker Schüler, schwacher Trainer
  8. Naruto - Episode 016: Ungeahnte Kräfte
  9. Naruto - Episode 018: Der Kampf um die Brücke. Die Entscheidung!
  10. Naruto - Episode 178: Mission Stern
  11. Naruto: Die Schriften des Sha, Seite 216/217: Keitaihenka
  12. 12,0 12,1 Naruto - Episode 87: Lass den Wasserball platzen!
  13. Naruto Manga 35: Kapitel 314
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 14,6 Naruto: Die Schriften des Sha, Seite 214/215: Seishitsuhenka
  15. Naruto: Die Schriften des Sha, Seite 275: Susanoo
  16. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens nm316 wurde kein Text angegeben.
  17. Naruto Manga 56: Kapitel 525: Mū meint, dass einer der Gegner das gleiche Chakra wie der Yondaime Kazekage hätte. Damit ist dessen Sohn Gaara gemeint.